Spielzeug ist so alt wie die Menschheit selbst und spiegelt deren Entwicklung in wesentlichen gesellschaftlichen und sozialen Belangen wider. Seit es Kinder gibt, gibt es auch Spielzeug. Die Spannbreite reicht von Knochen, Holzstücken und Puppen aus Ton über einfaches Holzspielzeug, Ritterfiguren, Geschicklichkeits- und Brettspiele sowie erste Puppenstuben bis hin zu technischen Spielgeräten wie Rennbahnen, Gameboys und Computerspiele. Häufig kommen künstlerische sowie soziale und politische Anschauungen zum Ausdruck, denn die Realität der Erwachsenen zeigt sich ein ums andere mal in der Kinderwelt des Spielens. Die ersten Hinweise auf Holzspielzeug stammen bereits aus der Steinzeit. Kindergräber enthielten als Beilagen Knochen und Steine, die so bearbeitet worden waren, dass eine Nutzung als Spielzeug angenommen wird. Puppen, die aus Ton geformt worden waren, sind besonders beeindruckend, denn ihre Herstellung erforderte Geschick und Vorstellungsvermögen. Sogar erste Musikinstrumente wie Pfeifen und Rasseln hat man entdeckt. Die Entwicklung der kunsthandwerklichen Fertigkeiten geht einher mit Spielzeug, das zunehmend aufwendiger hergestellt war. Bereits in der späteren Steinzeit gab es zum Beispiel Pferdefiguren.
In Ägypten spielten Kinder ein paar hundert Jahre vor Christus Geburt bereits mit Holzfiguren, die Tiere, meist Löwen und Krokodile, darstellten und sogar deren Gefährlichkeit eindrucksvoll abbildeten – bewegliche Unterkiefer ließen das Aufreißen der Mäuler zu. Das Ansinnen, die Natur nachzuahmen, gelang zunehmend eindrucksvoller. Die Puppen bestanden nun häufig aus Stoff und waren angezogen, manchmal trugen sie sogar Schmuck. Hinzu kamen Haare und deutliche Ansätze, individuelle Gesichtszüge herauszustellen. Ein Lieblingsspiel der damaligen Zeit war das Hund- und Schakalspiel, zu dem ein Würfel und verschiedene Stifte gehörten, die mit einem Schakalkopf versehen waren. Ziel war es offensichtlich, Schakalstifte in die dafür vorgesehenen Löcher des Hunderückens zu stecken.
Junge Griechen und Römer beschäftigten sich gerne mit Kreiseln und Würfelspielen. Reiter hoch zu Ross und Fuhrwerke gehörten zur Ausstattung der Kinderzimmer. Jungen beschäftigen sich darüber hinaus mit Schwertern und Soldatenfiguren, während Mädchen bereits mit Puppen und einer nachgeahmten Miniaturwelt ihre spätere Rolle als Frau übten.

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